Unsere pädagogischen Schwerpunkte

Dackel Eddy und sein Einsatz als Begleithund in der Regenbogengruppe

Der Einsatz eines Begleithundes in einer Integrationsgruppe mit 14 Kindern davon 4 mit erhöhtem Förderbedarf, soll insbesondere der Förderung und Begleitung der Kinder im sozial-emotionalen Bereich, in der alltäglichen Handlungsplanung und der Körperwahrnehmung dienen.

Das Lernen steht dabei im Vordergrund, nicht das Heilen. Der therapeutische Effekt rückt hinter die pädagogische Zielsetzung.

Die tiergestützte Didaktik ist ein Teil der tiergestützten Pädagogik. Hier werden geeignete Tiere im Kindertagesstättenbereich durch pädagogische Fachkräfte eingesetzt.
Oben genannte Lernprozesse sollen durch die Tiere angeregt werden. Wichtig für uns ist hierbei auch der artgerechte Umgang mit dem Tier! Stress sollte stets vermieden werden und das Tier niemals instrumentalisiert werden. Denn nur gesunde und glückliche Tiere können den Menschen helfen… zu lernen, zu heilen, zu aktivieren, zu verbessern, zu konzentrieren, zu stärken usw. Deshalb haben wir entsprechende Rückzugsmöglichkeiten für Eddy, um ihm die Möglichkeit zu bieten, sich von der Arbeit mit den Kindern zu erholen und zu entspannen.

Wir alle können von den Tieren viel lernen und uns ein Beispiel nehmen für all die guten Verhaltensweisen und Kommunikationsmuster, die uns Menschen leider oft gar nicht mehr so bewusst sind.

Folgende Ergebnisse konnten bereits erzielt werden:

  • Sicherheit der Kinder im Umgang mit Tieren
  • Durch den Umgang mit Tieren erhalten die Kinder Unterstützung in ihren täglichen Handlungsabläufen und Planungen, z.B. durch immer wiederkehrende Füttersituation, Spaziergänge mit dem Hund, Fellpflege usw.
  • Das Selbstbewusstsein der Kinder wird gestärkt, indem durch den Umgang und der Ansprache mit dem Hund für sie feststellbar wird, dass sie Einfluss auf das Verhalten des Hundes haben. (z.B. Kommandogabe wie Sitz, Platz, Bleib...)
  • Die Kinder werden in ihrem selbstverantwortlichen Handeln bestärkt, indem sie im Umgang mit dem Hund feststellen, was sie bereits gut können und wo etwas noch nicht so gut gelingt.
  • Durch das Verhalten des Hundes erfahren Kinder den Wechsel von Aktivität und Ruhezeiten und können dieses gemeinsam mit dem Tier spüren und erleben.
  • Durch die menschliche Verantwortung für den Versorgungsprozess des Hundes, erleben sie die hohe Sorgfalt und Verlässlichkeit für den Umgang mit Lebewesen, die einem schutzbefohlen sind.
  • Durch die unterschiedlichen Ansprachen über Befehle in verschiedenen Tonlagen und Lautstärken und den damit verbundenen Gestiken, werden die Kinder zum aktiven Sprechen angeregt. Sie lernen, ihre Sprache dosiert einzusetzen und durch Handzeichen zu unterstützen.
  • Das Selbstwertgefühl der Kinder wird durch die Haltung des Hundes unterstützt, jeden Menschen so zu lieben und zu akzeptieren wie er ist, mit all seinen körperlichen oder geistigen Einschränkungen, wenn er nur gut zu ihm ist.

 


Darum ist der Einsatz von Eddy unter dem Schwerpunkt Sprachentwicklung so  wichtig:

  • Tiere geben Kindern direkte Rückmeldung auf ihr Verhalten
  • Sie bewerten nicht
  • Es steht nicht das Problem im Vordergrund

Physische Auswirkungen sind:

  • Senkung des Blutdrucks und der Herzfrequenz
  • Muskelentspannung
  • Ausschüttung von Endorphinen und Änderung der Schmerzwahrnehmung

Psychische Auswirkungen sind:

  • Stabilisierung der Befindlichkeit durch bedingungslose Akzeptanz und Zuneigung, Trost, Ermutigung
  • Förderung des Selbstbewusstseins durch konstante Wertschätzung, Bewunderung erfühlen und dem Gefühl, gebraucht zu werden.


Eddy selber besucht gemeinsam mit seiner Besitzerin Sarah Behrendt, die als heilpädagogische Fachkraft in der Regenbogengruppe arbeitet, regelmäßig die Hundeschule. Geregelte Impfungen und Untersuchungen zur gesundheitlichen Vorsorge und zur Gewährleistung dieser, sind dabei selbstverständlich. Gemeinsam haben beide mit viel persönlichem Engagements die Begleithundeprüfung absolviert, damit Eddy ein verlässlicher Lernpartner für die Kinder sein darf.


Unterstützt wurde dieses Projekt mit Fördergeldern aus der Kroschke Stiftung für Kinder, dem Lions Club Wittingen und dem Förderverein des Metallwerks Butting GmbH Co.KG.